Jahresmitgliederversammlung des Verbands Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V. (VSL) und des Arbeitgeberverbands Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V. (AVSL)

Am 18. Juli 2017 trafen sich im Baden-Badener KurhausCasino Spediteure aus ganz Baden-Württemberg, um gemeinsam an der Jahresmitgliederversammlung des Verbands Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V. (VSL) und des Arbeitgeberverbands Spedition und Logistik Baden-Württemberg e.V. (AVSL) über die aktuellen Fachthemen sowie die Zukunft der Branche zu sprechen.

Mit rund 200 Gästen feierte der Verband zudem das 70-jährige Bestehen und rief in dieser großen Runde zur Teilnahme an der neuesten Initiative „Logistics for Europe“ auf. Im Rahmen der Versammlung wurde der 100. Teilnehmer geehrt, der sich mit seinem Firmenlogo klar für ein grenzenloses Europa bekennt.

Präsident Karlhubert Dischinger setzte klare Zeichen für einheitliche Mindestlohnregelungen in Europa. Unterschiedliche Mindestlohnsätze seien kein Problem, wenn jedes Land jedoch eigene Umsetzungswege geht, sei dies für internationale tätige Unternehmen eine inakzeptable Bürokratie.

Dischinger lobte das geplante Güterverkehrskonzept des baden-württembergischen Verkehrsministeriums: Eine bessere Vernetzung sowie Investitionen im IT-Bereich vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung in der Branche werden auch den Verbandsmitgliedern kontinuierlich nahe gelegt. Den Ruf nach umweltverträglicheren Transportmitteln und alternativen Antrieben unterstützt der Verband vollumfänglich, den Feldversuch des Umweltministeriums mit Oberleitungs-Lkw eingeschlossen. Der ersehnte Einsatz des Lang-Lkw samt Eurotrailer im Ländle, über dessen Einsatz wohl erst Herbst diesen Jahres entschieden wird, wäre für die Branche auch schon früher wünschenswert gewesen, aber hier gilt der Spruch: „Besser spät als nie“, so Dischinger.

AVSL-Präsident Ronald Seiz erwartet durch die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Tarifeinheitsgesetz keine Beruhigung der Situation in den betroffenen Betrieben. Nach wie vor streiten vielerorts Verdi und IG Metall um die Vorherrschaft in Logistikunternehmen.

Auf der Mitgliederversammlung wurden über 60 Auszubildende der Branche für hervorragende Leistungen geehrt und gefeiert.

Die Keynote sprach Ibrahim „Ibo“ Evsan, Digitalisierungsexperte und einer der führenden Köpfe der europäischen Digital-Industrie. Er zeigte den Gästen von VSL und AVSL Wege auf, um eine Vorreiterrolle in der digitalen Transformation einzunehmen und führte aus welche Unternehmenskultur Voraussetzung dafür ist.

Der Speditionsverband (VSL/AVSL) Baden-Württemberg vertritt rund 460 Mitglieder, die wiederum ca. 60.000 Mitarbeiter beschäftigen und repräsentiert außerdem die drittgrößte Branche in Baden-Württemberg mit ihren 400.000 Beschäftigten und rund 38 Milliarden Euro Jahresumsatz. Den Verbandsmitgliedern werden aktuelle Informationen sowie kompetente und individuelle Beratung in betriebswirtschaftlichen und logistischen Fragestellungen geboten. Über den angeschlossenen Arbeitgeberverband wird zudem über arbeits- und transportrechtliche Themen beraten und aufgeklärt.

Weitere Informationen zur Initiative „Logistics for Europe“ finden Sie außerdem unter: www.logistics-for-europe.com